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Heike Schmalhorst
Heike
Schmalhorst
heike-wd@web.de
Rheda-Wiedenbrück
Germany

Leanne und Reisevorbereitungen
21.12.2005 - 21.12.2005
Auckland
Heute Mittag bin ich zum Abschiedslunch von Leanne eingeladen und dafür unterbreche ich gerne meinen Urlaub. Leanne ist die Kollegin, mit der ich am meisten in den letzten Wochen zusammengearbeitet habe. Sie ist jetzt im achten Monat Schwanger und geht für ein Jahr in Schwangerschaftsurlaub. Heute ist ihr letzter Tag. Wenn ich im Januar wieder in der Firma bin, werde ich sie sehr vermissen.

Heute Nachmittag ist großes Packen angesagt, damit wir morgen früh zeitig aufbrechen können. Ab acht Uhr können wir unser "Spaceship" (unseren Campervan) abholen und dann geht die zweiwöchige Reise über die Nordinsel los.

Unser erstes Ziel sind die Waitomo Glowworm Caves (Glühwürmchenhöhlen) und dann geht in Richtung Mount Taranaki und New Plymouth. Dort wollen wir den Heiligen Abend verbringen, irgendwo an einem schönen Strand.

Wir wünschen euch schon jetzt frohe und besinnliche Weihnachten!
Reinhard Westermann
Reinhard
Westermann
r_u_u@gmx.de
Langenberg
Germany

Geschäfte in Auckland und Neuseeland
19.12.2005 - 19.12.2005
Auckland
Das Leben in Neuseeland ist ähnlich teuer wie in Deutschland. Die Preise der Lebensmittel in den Geschäften sind mit denen der deutschen Discounter wie Aldi oder Lidle vergleichbar - teilweise etwas teurer.

Wer zu D-Marks-Zeiten gerne mal ausgegangen und wem es mit der Euro-Umstellung zu teuer geworden ist, der wird hier wahrscheinlich glücklich sein. Bis auf Bier und ein paar anderen Dingen sind die Preise in Restaurants recht günstig. Selbst McDonalds schlägt mehr auf das Gewicht als auf das Portemonai.

Wenn man sich die Öffnungszeiten betrachtet, dann fällt auf, dass es weniger problematisch ist, nachts um zwei einen Grosseinkauf zu tätigen, als sich ein Bier zu bestellen.

Große Geschäfte haben durchaus 24 Stunden/7 Tage auf, Sperrstunde in Kneipen ist dafür schon gegen Mitternacht.

Und jetzt eine Aufstellung diverser Geschäfte (Angaben beziehen sich hauptsächlich auf Auckland und sind ohne Gewähr):

LEBENSMITTEL:
Foodtown
Hier gibt es Lebensmittel und Haushaltsgüter. Der Laden ist riesig und ist vergleichbar mit Lebensmittelketten, die sich im Segment oberhalb von Discountmärkten befinden.

Vergleichbar vielleicht mit einer Mischung aus Marktkauf und Edeka/Elli-Markt

Foodtown-Geschäfte sind in Auckland meistens an gut erreichbaren und recht zentralen Orten.

PACKnSAVE
Dies ist der Discounter unter den Lebensmittelgeschäften. Man findet hier alles und günstig, befindet sich aber dafür in einem Lagerhallenambiente. Unten die Lebensmittel und auf Stehleiterhöhe die Kartons mit dem Nachschub.

Vergleichbar vielleicht mit SB-Großmärkten.

Gemäß dem Großeinkaufanspruch befinden sich diese Läden an Hauptverkehrsstraßen und sind daher meist nur mit dem Auto gut zu erreichen.

Star Mart
Anders als in Deutschland haben Tankstellen den Shopbereich oft ausgesourced und an die Kette Star Mart vergeben. Hier gibt es das Wichtigste zu kaufen - natürlich immer etwas teurer. (Viele Tankstellen haben übrigens auch noch direkt einen McDonalds oder Subway mit drin. Geld dafür gibt es direkt am Bankautomaten.)

Vergleichbar vielleicht mit den großen Shops an Tankstellen.

Neben Tankstellen ist dieser Shop auch an hoch frequentierten Orten angesiedelt. Immer in der Nähe, wenn einen auf dem Heimweg der kleine Hunger überkommt.

HAUSHALT:
Farmers
Wer kennt sie nicht: die Läden, in denen einem zuerst die Parfumabteilung entgegenduftet, noch bevor das Auge auch nur einen Artikel wahrgenommen hat. Ansonsten gibt es hier allen Luxus für den kleinen und mittleren Geldbäutel.

Vergleichbar vielleicht mit Karstadt

Gut erreichbar in den Fußgängerzonen.

Zwei-Dollar-Shops
Auch diese Art von Läden gibt es hier. Die Produktpalette ist undefiniert und Quantität steht ganz klar vor Qualität.

Vergleichbar mit den 1 Euro-Shops

Zu finden sind diese Shops, wo Menschenmassen strömen.

Warehouse
Wenn es ein Kaufhaus gibt, in dem man vor jedem anderen nach Schnäppchen Ausschau halten sollte, dann ist es Warehouse! Hier gibt es wirklich alles: Gartenmöbel, (einige) Lebensmittel, Unterhosen, Bücher, Computer… Hier lohnt sogar ein Blick, bevor man im Zwei-Dollar-Shop zuschlägt!

Vergleichbar vielleicht mit einer Mischung aus SB-Großhandel und Aufkäufer aus Überproduktion.

Gut erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmittel und ungewöhnlich zentral.
Heike Schmalhorst
Heike
Schmalhorst
heike-wd@web.de
Rheda-Wiedenbrück
Germany

Strandtag an der Mission Bay
17.12.2005 - 17.12.2005
Auckland
Die Sonne scheint und was kann man da Besseres machen als am Strand zu liegen. Wir verbringen den ganzen Tag an der Mission Bay, lesen und faulenzen. Und wir waren das erste Mal (vom Hot Water Beach mal abgesehen) richtig im Meer baden, obwohl das Wasser noch ganz schön kalt ist.

Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass ich jetzt drei Wochen Urlaub habe ;-))
Heike Schmalhorst
Heike
Schmalhorst
heike-wd@web.de
Rheda-Wiedenbrück
Germany

Not a Silent Night
16.12.2005 - 16.12.2005
Auckland
Es regnet mal wieder, aber macht nix wir gehen trotzdem in die Stadt um ein paar Besorgungen machen. Leider hat Reinhards Labtop-Bildschirm Donnerstag seinen Geist aufgegeben und so müssen wir uns Gedanken über eine Alternative machen. Und so schauen wir uns nach Bildschirmen und sogar neuen Laptops um. Da aber jetzt eh der Urlaub vor der Tür steht, werden wir wohl erstmal in Internet-Cafés gehen, bevor wir eine andere Lösung finden.

Heute abend ist in der Cathedrale (von letzter Woche) ein Weihnachtskonzert der Auckländer Philharmonie mit dem Titel "Not a Silent Night". Diese Kirche ist sehr modern und so gebaut, dass man sie auch als Konzerthalle benutzen kann:
- versengbarer Altar und Bühne
- komplette Ton- und Lichttechnik
- nummerierte Plätze usw.

Diese Kirche wäre Sabines Traum für ein Gospelkonzert.

Das Konzert ist einfach nur toll, ein super Orchester, Gesangs-Solisten mit traumhaften Stimmen, Instrumental-Solisten die auf ihren Instrumenten zaubern und ein richtig guter Chor. Besonders der Trompeter, die Flötistin und die Percussion-Leute gefallen mir sehr. Die Stückauswahl ist ein guter Mix aus Filmmusik, klassischen Stücken aus Oper und natürlich Weihnachtsliedern.

Zum Abschluss singen wir zusammen "Oh come, oh ye faithful" und "Silent night" und Reinhard und ich sind uns sicher, dass wir heute das erstemal in diesem Jahr ein Gefühl von Weihnachten haben.

Diesen Abend beenden wir mit einem Cocktail in einer Bar an der Parnell Road.
Gute Nacht.
Heike Schmalhorst
Heike
Schmalhorst
heike-wd@web.de
Rheda-Wiedenbrück
Germany

Museum, Evensong
10.12.2005 - 10.12.2005
Auckland
Der Sonntag beginnt regnerisch und so entscheiden wir uns nochmal das Auckland Memorial Museum im Domain zu besuchen. Auf dem Weg dorthin sehen wir, dass von der Party gestern Abend fast nichts mehr zu sehen ist, nur noch die gestapelten Mülleimer warten noch auf ihre Abholung.

Im Museum lassen wir uns heute viel Zeit um die Geschichte und die Natur von Neuseeland kennenzulernen. Wir beginnen ganz oben im dritten Stock mit dem ersten und dem zweiten Weltkrieg. Es ist interessant, Alles von der anderen Seite der Welt zu beobachten. Und ich gebe zu, dass ich Vieles nicht gewusst habe; speziell vom Pazifischen Raum. Außer die Geschichte von Pearl Habour, wusste ich wenig.
Im zweiten Stock sehen wir die Tierwelt von Neuseeland. Besonders Vögel gibt es hier reichhaltig. Der Kiwi ist natürlich einer der wichtigsten und auch der Moa, der leider ausgestorben ist. Er sah ein bisschen wie ein Emu aus, nur noch größer.

Am späten Nachmittag wollen wir in der großen, sehr modernen, anglikanische Cathedrale einen "Evensong" besuchen, das ist sowas wie ein Wortgottesdienst.
Heute ist es allerdings nicht in der Cathedrale, sondern in St. Mary's, der kleine alten Holzkirche direkt nebenan. Der fremde Ablauf des Gottesdienstes und die Sprache machen es uns schwer zu folgen und so entschliessen wir uns nachher, dass wir doch mal sonntags früh aufstehen müssen, um in die katholische Kirche zu gehen.
Heute Abend gibt's selbstgemachte Pizza und eine Partie Billard (oder Pocket Ball, wie man es hier nennt) zum Abschuss eines schönen Wochenendes.
der Pavillon am War Memorial Museum
eine wirkliche Blumen- und Pflanzenpracht
Heike Schmalhorst
Heike
Schmalhorst
heike-wd@web.de
Rheda-Wiedenbrück
Germany

COCA-COLA Christmas-Party
09.12.2005 - 09.12.2005
Auckland
Heute morgen machen wir uns auf den Weg nach Newmarket. Wir wollen ein Paket wegbringen und nachher shoppen. Man trifft wirklich nur selten unfreundliche und nicht hilfsbereite Menschen in Neuseeland, aber im Paketshop haben wir heute so einen Kandidaten. Als wir den Laden verlassen, denke ich nur "Hoffentlich kommt dieses Paket auch an."

Danach stürzen wir uns ins Samstags-mittags-einkaufs-getümmel und haben nach kurzem keine Lust mehr ans Shoppen, es ist einfach zu voll heute.
Wir entscheiden uns lieber ein bisschen in den Domain (das ist der Park) zu gehen, setzen uns auf die Treppen vor dem Museum und geniessen die Sicht auf die Bucht von Auckland. Wir besuchen den Wintergarten des Domain und erleben hier eine herrlich Blumenpracht und finden eine richtige kleine Oase vor.

Wir wollen heute endlich mal den Free-Shuttle-Bus-Service ausprobieren, der eine kleine Runde durch Downtown dreht und so verlassen wir die Stille des Domain und machen uns auf den Weg nach Downtown. Der City-Circuit, so heisst der Bus, braucht etwa 20 Minuten für eine Runde und hält an vielen Stellen in der Stadt, zum Beispiel am Britomart, das ist der Bahnhof, an der Queen's Street, am Civic Center und am Sky Tower.

Heute abend ist im Domain ein grosses Event, die "COCA-COLA Christmas-Party".
Auf einer riesigen Bühne wird gesungen und… von den Moderatoren viel geredet.
Wie immer ist der Bus zu spät, deswegen verpassen wir einen grossen Teil der Weihnachtslieder. Wir hören dann noch Neuseeländische Stars mit ihren Interpretationen. Die riesige Fläche des Sportgeländes im Domain ist voll mit Menschen. Alle sitzen gemütlich auf ihren Picnicdecken und versorgen sich aus ihren Kühlboxen. Um kurz nach zehn kommt dann noch Santa mit seiner Frau, jaja richtig, Santa hat hier eine Frau, und dann ist alles auch schon wieder vorbei un die Massen strömen nach Hause - sehr relaxt und geordnet übrigens!
Wir lassen den Abend noch mit einem Bier, bzw einem Eis ausklingen und machen Pläne für morgen.
die Bühne
Heike Schmalhorst
Heike
Schmalhorst
heike-wd@web.de
Rheda-Wiedenbrück
Germany

Johnson & Johnson Christmas Party
08.12.2005 - 08.12.2005
Auckland
Heute Abend sind Reinhard und ich zur Johnson & Johnson Christmas Party eingeladen. Also ziehen wir uns chic an und fahren mit dem Link-Bus Richtung Victoria-Park. Natürlich ist der Bus, wie immer abends, wieder mal zu spät.
Trotzdem erreichen wir nach kurzem Fussmarsch das Restaurant "Plantoon" am Westhaven Drive. Beim Sektempfang auf der Restaurantterrasse haben wir einen tollen Blick auf den Westhafen die ganzen Segeljachten.

Es tummeln sich hier über hundert Gäste, alle Angestellten von Johnson & Johnson und Janssen-Cilag - jeweils mit ihren Partnern. Natürlich kenne ich nur wenige.
Wir finden einen schönen Tisch, an dem schon meine Kolleginnen Thalia, Leanne und Brenda mit ihren Männern sitzen.
Der Abend verläuft sehr gut, tolles Essen, guter Wein und sehr nette Gespräche.
Gegen halb eins machen wir uns auf den Heimweg, erst zu Fuß, da jetzt kein Bus mehr fährt, und den Rest des Wegen mit dem Taxi: meine Füße protestieren mittlerweile lautstark gegen die ungewohnten Schuhe.
Reinhard Westermann
Reinhard
Westermann
r_u_u@gmx.de
Langenberg
Germany

Advent und Weihnachten in Neuseeland
07.12.2005 - 07.12.2005
Auckland
Mit einem herzlichen Gruß an Anne und Thomas und ebenfalls an Stegi möchte ich einmal schreiben, wie hier so die besinnliche Zeit gefeiert wird. Besinnlich - soviel schon einmal vorab - ist es hier nicht wirklich. Das liegt sicher zum einen daran, dass man sich im Frühling und bei ersten, sommerlichen Temperaturen nicht hinter einem warmen Ofen setzt und heißen Glühwein trinkt; dass bei Tageslicht bis in den Abend keine romantische Beleuchtung zur Geltung kommt; dass eine Großstadt vielleicht doch etwas unpersönlicher ist als ein kleiner Ort; ...

Ein weiterer Grund ist allerdings auch, dass in Neuseeland der Advent nicht gefeiert wird. An Sonntagen wird nirgends - außer in Room 123 natürlich - eine Kerze angezündet.

Traditionelles Plätzchen-Backen ist hier auch nicht bekannt. Selbst der Versuch, diese Plätzchen-Ignoranz zu durchbrechen und selber zum Förmchen zu greifen, scheitert schon kläglich am Vanillezucker! Unser Kaufhaus führt weder diese Zutat noch ist an Vanillestange zu kommen. - Noch haben wir aber nicht aufgegeben!!!

Nikolaus - der am 6. Dezember - ist hier auch völlig unbekannt. Es gibt zwar den Santa Claus, aber der hat wohl kein festes Datum und auch sonst ist er mir bis jetzt noch nicht über den Weg gelaufen - und ich war schon bei der Farmers Santa Parade (siehe Blog)!!

In den Geschäften kommt es einem dann doch etwas weihnachtlicher vor. Oder sollte ich besser schreiben: der Weihnachtskommerz ist der gleiche, wie wir ihn auch in Deutschland kennen? Der Hintergrund ist da of mehr Promotion als die Geburt Jesu und deshalb stürzen sich die großen Namen - ich habe eben schon Farmers erwähnt - auf dieses Geschäft. Jetzt am Wochenende ist auch eine große Christmas-Party von Coca Cola mitten im Stadtpark. Schon jetzt lässt die Bühne auf einen Mega-Event schließen. Die Vorankündigungen versprechen bekannte und weniger bekannte, neuseeländische Sänger/innen die Weihnachtslieder singen werden. Wir werden sicher auch hingehen!

Ansonsten hört man keine Weihnachtslieder hier. Ein bisschen Hintergrundgesäusel in den Kaufhäusern vielleicht und einmal habe ich Wham's "Last Christmas" im Radio gehört. Von Weihnachtskonzerten haben wir hier bisher nur von einem Weihnachtsoratorium erfahren, das letztes Wochenende aufgeführt wurde.

Klassische Weihnachtsmärkte sucht man in Neuseeland vergebens. Wenn man sich wirklich auf die Suche nach einem Nussknacker oder einer Weihnachtspyramide macht, müssen schon Weihnachts-Spezial-Shops angesteuert werden. Die Kaufhäuser halten nur den üblichen Schmuck wie z. B. Girlanden und Christbaumkugeln vor. Achtung: Kitschgefahr!

Die Christbäume, die wir bis jetzt gesehen haben, sind alle recht "normal" mit Kugeln und Schleifen geschmückt. Lichterketten sind jedoch oft nicht zu sehen. Ob in der einen oder andern Familie dann noch eine Krippe drunter steht, kann ich gar nicht beantworten, da das noch nie zur Sprache gekommen ist.

Zu den bekannten Weihnachtsgerüchen wie Zimt, Nelken, Apfelsinen, Stollen, Glühwein, … gibt es in der Adventszeit auch noch nichts zu berichten. Vielleicht tut sich aber bis oder nach Weihnachten doch noch etwas in diese Richtung.

Dann ist vielleicht auch schon das Christkind etwas älter und die Heiligen Drei Könige sind in Sicht - vielleicht aber auch nicht?!?!

So oder so - wir freuen uns schon auf dieses außergewöhnliche Weihnachtsfest und werden es auf jeden Fall den Neuseeländern gleich tun und Weihnachten relaxt am Strand oder im Park mit einem Picknick feiern. Von dem dicken Weihnachtsessen, das nicht zu den heißen Temperaturen passt und deshalb von einigen Familien in die Wintermonate Juni/Juli verlegt wird, werden wir allerdings hier nicht mehr erzählen können! Dann sind wir schon wieder zurück in der Heimat :-)

An dieser Stelle wünschen wir allen Lesern eine besinnliche Adventszeit und ein frohes Weihnachtsfest. Ihr dort auf der anderen Seite der Weltkugel, nutzt die Gelegenheit, die kalten Tage für schöne Stunden mit Familie und Freunden zu verbringen. Macht euch die Romantik der Lichter bewusst, die euch in der dunklen Jahreszeit begegnen. Saugt den Duft der Weihnacht in euch auf, der in der eisigen Luft von einem Weihnachtsmarkt erzählt. Und erfreut euch an den Liedern zum Advent und zur Geburt Jesu - denn dann feiert ihr das wirkliche Weihnachten!
Reinhard Westermann
Reinhard
Westermann
r_u_u@gmx.de
Langenberg
Germany

Rotorua / Karangahake
01.12.2005 - 03.12.2005
Rotorua
Nach unserem Kanada-Urlaub und zwei Monaten hier in Neuseeland, haben wir uns mittlerweile an das chlorhaltige Trinkwasser gewöhnt. Dieses Wochenende setzten wir dem noch eins oben drauf.

Das Ziel unseres Wochenendtrips heißt Rotorua und ist weniger wegen der Stadt als solche in ganz Neuseeland bekannt, sondern vielmehr wegen seines Geruchs… oder sollte ich besser schreiben: wegen seines Gestanks.

Dass der Geruch nur indirekt der Grund unserer Reise ist, wird uns wohl jeder glauben. Denn schon von weitem kommt uns von Zeit zu Zeit ein Hauch von faulen Eiern in die Nase. Nein, der Hauptgrund sind die heißen Quellen, die in Rotorua und Umgebung zu finden sind. Und mit dem heißen Wasser kommt auch Schwefel mit an die Erdoberfläche und verbreitet diesen beißenden Geruch.

In Reiseführern ist sogar dringend empfohlen, Kleidung zu tragen, die bis zur nächsten Wäsche wirklich nicht mehr benötigt wird. Dass man diese Kleidung natürlich nicht mehr zum nächsten Einkaufsbummel tragen kann, ist schon einleuchtend - oder sollte man sie gerade deshalb tragen?!? - aber soviel sei vorweggesagt: ganz so penetrant ist der Duft des heißen Wassers dann doch nicht :-)

Nach ca. vier Autostunden Fahrt von Auckland aus, quartieren wir uns zunächst einmal in unserem Backpacker ein. Unser Wochenendheim ist diesmal für 90 Dollar ein schnuckeliges Zimmer mit Dusche.

Anschließend erkunden wir per pedes die Straßen der Stadt und stellen leider schnell fest, dass Rotorua nicht viel zu bieten hat und scheinbar nur von den wenigen Touristen lebt, die es hier ein zwei Tage ohne (viel) frische Luft aushalten. Und wenn die Stadt wirklich mal lebendig erscheint, dann doch ehr wegen der Gruppe Asiaten, die mal kurz dem Bus entflohen sind. Aber wegen der Stadt sind wir ja wie gesagt nicht hier und so freuen wir uns dennoch auf den nächsten Tag in der freien Natur!

Das Waimangu Valley hat es uns heute angetan und wir sind schon sehr gespannt auf blubbernde Bäche und farbenprächtige Landschaften. Der Eintritt verpasst uns allerdings vorher einen Dämpfer. Für die Besichtigung des Tals, die Nutzung des Shuttlebus und einer Bootsfahrt sollen wir 55 Dollar pro Person zahlen. Auch wenn wir bisher in die Natur immer noch kostenlos gekommen sind, bezahlen wir in der Hoffnung, dafür auch einiges geboten zu bekommen.

Die negative Kritik vorab: bei dem Shuttlebus hat man eh keine Wahl, aber die Bootstour ist wirklich über! Leider kann ich an dieser Stelle nicht sagen, was das letztendlich am Gesamtpreis geändert hätte, aber 45 Minuten das Gleiche sehen, was man sich vorher sowieso schon erwandert hat, ist wirklich nicht nötig.

Kommentar von Heike dazu: Ich fand die Bootsfahrt schön! Okay, sie war teuer, aber man konnte gut den Mount Tarawera sehen. Der ist 1886 ausgebrochen. Dabei wurden unter anderem die "White and Pink Terraces" zerstört. Sie galten als eines der natürlichen Weltwunder. Gut, bei der Bootsfahrt konnten wir also nur die Stellen sehen, wo diese Terrassen frühermal viele Touristen angezogen haben, trotzdem wars schön. ;-) Kommentar-Ende

Und nun das Positive: wow - Farben in der Natur, von denen wohl sonst nur ein Taucher erzählen kann! Und immer wieder hört man es blubbern und zischen. Nie zuvor habe ich Berge so lebendig erlebt, wie hier, wenn weiße Wasserdampfwolken das Gestein verlassen.

Ohne jetzt auf alle Einzelheiten eingehen zu wollen, möchte ich dennoch den "Inferno Crater Lake" erwähnen. Ich bin noch nie in der Karibik gewesen, aber eine einsame, kleine Lagune mit türkisblauem Wasser in idyllischer Natur stelle ich mir genau so vor. Wir sind noch nicht ganz an diesen Traumplatz herangetreten, da blitz das Blau schon durch die Büsche und verschlägt uns den Atem. Der romantische Eindruck wird noch durch die sachten Wasserdampf-Schwalle über der Oberfläche verstärkt.

Wüssten wir nicht, wie gefährlich diese Seen sind, wir würden direkt hineinspringen. Aber so ist das halt in der Natur: die schönsten Blumen sind meist auch die giftigsten.

Und der "Inferno Crater Lake" trägt nicht ohne Grund seinen Namen. Das Wasser dieses wie auch aller anderen Seen hat oft eine Temperatur von über 50-80° Grad Celsius und erreicht an den heißen Quellen nicht selten den Siedepunkt.

Und auch der Säurewert dieser Gewässer ist beachtlich. Auf der Säure-Basen-Skala von eins bis vierzehn erreicht dieses Wasser teilweise einen ph-Wert von 3,5 und liegt damit genau zwischen Salzsäure (ph 0) und dem Neutralwert (ph 7). Der "Inferno Crater Lake" hat sogar einen ph-Wert von 2,1.

Nach dem Gucken-aus-der-Ferne möchten wir aber dann doch noch mal hinein ins Wasser! Die Polynesia-SPA-Pools in Rotorua sind hierfür ideal und locken mit schwefelhaltigen Pools von 35 bis 42° Grad Celsius. Und dieses gibt es in Außenbecken mit einem wunderbaren Blick auf den "Lake Rotorua" und einem Möwennistplatz zu erleben. Wirklich erholsam und mit 15 Dollar pro Person durchaus erschwinglich.

Der Sonntag beginnt zunächst mit dem Check-out um 10 Uhr und einem Spatziergang im Stadtpark. Hier bekommen wir auch endlich die dickflüssigen Schlamm-Blubber-Becken zu sehen.

Steht letztendlich also nur noch ein Geysir auf unserer Wunschliste. Die gibt es hier aber leider nicht an jeder Ecke und nochmals einen hohen Eintritt wollen wir an diesem Wochenende nicht bezahlen. Stattdessen heizen wir unseren kleinen Toyota Starlet an und fahren Richtung Osten. Wir haben nämlich Zeit und müssen deshalb nicht per Motorway Richtung Auckland zurück, sondern können ein wenig Küstenstraße fahren.

Mit Tauranga streifen wir also noch den nördlichsten Zipfel der "Bay of Plenty" und lassen uns vom Motorway 2 Richtung Norden führen. Zwischen Waihi und Paeroa machen wir dann erst einmal Pause und schwingen uns in unsere Wander-Klamotten. Denn bei Karangahake versprechen uns Hinweisschilder einen Wasserfall und einen alten Goldgräbertunnel. Die Bilder unten zeigen, dass wir beide Attraktionen auch erlebt haben. Und gerade bei dem ein Kilometer langen Tunnel sind wir uns zunächst nicht so sicher gewesen, ob wir ihn überhaupt durchqueren sollen.

Aber wir haben ihn durchquert und das gleich zweimal! Der alternative Rückweg durch die Schlucht ist nämlich noch diesen Monat für Wanderer gesperrt. Mal schauen, ob wir auf unserer Weihnachturlaubsreise noch einmal einen Stopp einlegen.

Wieder zurück am Auto sträuben wir uns immer noch, den direkten Weg nach Auckland zurückzulegen. Und nicht zuletzt wegen der zu erwartenden Staus auf dem Motorway 2 vor Auckland verlassen wir diesen und fahren nordwärts Richtung "Firth of Thimes". Die Pacific Coast Tourist Route ist einfach um ein vielfaches schöner und mit dem spätern Blick auf die Coromandel-Halbinsel wesentlich kurzweiliger.

Kurzweilig ist auch das richtige Stichwort, um einfach noch einmal die verschiedenen Landschaften dieses Wochenendes revue passieren zu lassen: innerhalb weniger Stunden passieren wir Schluchten, die an Canyons erinnern, wir fahren durch saftig grüne Hügellandschaften oder über spektakuläre Küstenstraßen. Und dann erinnert die Gegen plötzlich wieder an das platte Holland mit dem Meer vor der Haustür.
Schlamm-Blubber im Stadtpark von Rotorua
Stadtpark von Rotorua
der Wasserfall auf dem Weg nach Karangahake
die alte Eisenbahnlinie der Goldgräber
ein Kilometer führt dieser Tunnel durch den Berg
auf der anderen Seite in Karangahake
Heike Schmalhorst
Heike
Schmalhorst
heike-wd@web.de
Rheda-Wiedenbrück
Germany

Kino
30.11.2005 - 30.11.2005
Auckland
Am Dienstag ist Kinotag in Auckland und das bedeutet der Eintritt ist etwas billiger als sonst. Leider galt das diese Woche nicht für “Harry Potter and the goblet of fire”. Trotzdem war ich mit sechs Mädels zusammen im Sky-Village Cinema in der Queens-Street.

Das Kino an sich war genauso wie deutsche Kinos, bis auf das Popcorn. Normales Popcorn ist hier salzig und wenn man süßes bestellt, bekommt man salziges mit Süßstoff gesüßt. Fürchterlich!

Der Film hat mir gut gefallen, er war allerdings ganz schön düster und gruselig. Ein Kinderfilm ist das wirklich nicht. Und leider hat soviel aus dem Buch gefehlt; Vinky, Percy, Ludo Bagman, die Käfer-Story, die Sphinx, und noch mehr.