In den letzten beiden Wochen ist bei uns wieder der Alltag angebrochen.
Nachdem Heike ihre leichte Bronchitis (fast) wieder los ist, hat auch sie diese Woche wieder mit der Arbeit anfangen können.
Wirklich spektakuläre Dinge sind die Wochen nicht passiert. Wir haben uns den neuen "King Kong" von Peter Jackson angeschaut und wir mussten uns noch einmal mit der "Computer-Frage" auseinandersetzen.
Bisher haben wir noch immer meinen alten Laptop mit einem externen Bildschirm genutzt. Nachdem der Monitorausgang letzten Dienstag dann aber auch aufgegeben hat, sind unsere Improvisationskünste mal wieder gefragt gewesen.
Zunächst habe ich als "alter Bastler" natürlich noch versucht zu retten was zu retten ist. Mit meinem Schweizer Taschenmesser "Cyber Tool" und unter misstrauischen Blicken meiner Kollegen habe ich das alte Schätzchen komplett zerlegt, um an die Hauptplatine zu kommen.
Unter der Lupe ist dann auch tatsächlich der Wackler zu sehen, was mich jetzt vor die nächste Frage stellt: "Was heißt 'Löten' auf Englisch?"
Die Computerläden von heute sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Denn da wo "Reparatur" draufsteht, ist noch lange keine drin. Ich glaube, dass selbst normales Löten für die Asien-Butzen eine zu große Herrausforderung darstellt. Aber bei SMD-Technik strecken die komplett die Flügel.
Mein Kollege Jarred hat mich dann netterweise ein wenig rumgefahren und ich muss sagen, dass ich schon ein wenig ins grübeln gekommen bin, als ich vor einem SMD-Lötkolben stehe. Aber über 100$ für einmal nachlöten, ist mir dann doch zu teuer.
Alle anderen Versuche, an einen Kolben zu kommen, haben dann auch nichts gebracht. Simon ist noch ins Nachbarbüro gegangen und hat mehr einen "Bräter" denn einen Lötkolben in die Hand gedrückt bekommen. Aber nett finde ich es trotzdem, dass die Damen und Herren vom Registrierkassenservice von nebenan so hilfsbereit sind.
Nach ein paar Recherchearbeiten in den Gelben Seiten und ein paar Telefonaten, hat mich Jarred dann nochmal zu einem TV-Fritzen ein paar Autominuten weiter gebracht. Mit 30$ für einmal Löten ist der zwar nicht teuer, aber versuchen will er es wenigstens.
An diesem Tag ist meine Arbeit dann schon vorzeitig vorbei und ich nutze den schönen Tag, um im Domain-Park ein wenig zu lesen, und Heike von der Arbeit abzuholen.
Am nächsten Morgen bin ich dann wieder zum TV-Mann und habe mein Board abgeholt. Leider funktioniert es immer noch nicht; selbst der wackelige Kontakt ist jetzt gar kein Kontakt mehr.
Was tun? Zum einen brauchen wir jetzt irgend ein neues Laptop - für meine Arbeit ist es einfacher und die Blogs möchten wir auch weiterhin schreiben. Zum anderen müssen wir noch irgendwie an die Daten ran (Bewerbungsunterlagen, meine Arbeit für "The Church", ...)
So habe ich mir auch an diesem Mittwoch Nachmittag frei genommen und bin durch Newmarket und Downtown, um nach einem neuen günstigen Laptop Ausschau zu halten und Preise zu vergleichen. Außerdem habe ich ja noch den Bildschirm, den wir im Campus bisher genutzt haben, wieder zurückgeben müssen. (Zum Glück haben wir das Geld wieder zurückbekommen.)
An dieser Stelle ein kleiner Hinweis zum bargeldlosen Zahlungsverkehr in Neuseeland. EFTPOS wird der hier genannt und funktioniert in beide Richtungen. Nicht nur das Bezahlen ist hier mit der EFTPOS-Karte, sprich EC-Karte, möglich, auch Gutschriften können hierüber direkt auf das Konto vorgenommen werden.
Wie schon bei "The Church" angekündigt, bin ich diesen Donnerstag nicht ins Büro, sondern mache mich morgens auf den Weg zu "Bond and Bond". Genau wie "Noel Leaming", wo ich meinen TFT-Bildschirm gekauft habe oder "Harvey Norman", ist auch dieser Laden eine Computer und Hifi Warenhauskette. Hier finde ich für 870$ einen Laptop von NEC.
Nach dem erfolglosen :-( Versuch, den CD-Brenner in das neue Laptop einzubauen - ich will den neuen Laptop schließlich nicht direkt auseinanderbrechen -, habe ich mich erstmal auf die Installation der Programme konzentriert.
Mit Firewall und Anti-Virenprogramm ausgestattet, komme ich dann zum nächsten Schritt: "Datenrettung". Da zum Glück meine alte Festplatte noch in Schuss ist, ist die Lösung diesmal nicht sehr teuer. Für knapp 16$ bekomme ich bei "Global Computers", einem kleinen Computer-Shop mit Internet-Versandhandel, ein externes Gehäuse, um meine 2,5 Zoll Platte an USB 2.0 betreiben zu können.
Daten sind also auch gerettet, als Heike mit einer Überraschung von der Arbeit nach Hause kommt. Sie hat bei der IT von "Janssen & Cilag" ein bisschen gestochert und einen alten Dell Laptop für unsere Zeit in Neuseeland geliehen bekommen.
Das macht zwar meine ganze Installation von heute überflüssig, aber so können das neue Labtop zurückgeben und haben nicht extra eins mit englischer (!!) Tastatur kaufen müssen:-)
Als Happy-End dieser Geschichte können wir auch diesmal die Gutschrift per EFTPOS nutzen und haben auch weiterhin ein Laptop, ohne auch nur einen Cent dafür gezahlt zu haben.