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Reinhard Westermann
Reinhard
Westermann
r_u_u@gmx.de
Langenberg
Germany
09. January 2006 - 11:21 Uhr

Neujahr
31.12.2005 - 31.12.2005
Opotiki / Tauranga
Am Neujahrsmorgen werden wir schon unerwartet früh von Familien geweckt, die mit Sack und Pack für einen Strandtag anreisen. Zum Glück ist es Gestern nicht unheimlich spät gewesen und so stehen wir halt auf, frühstücken ganz in Ruhe und machen uns dann auf die Weiterreise.

Die weitere Strecke an der "Bay of Plenty" entlang ist dann leider nicht mehr sehr interessant. Zum Teil liegt das daran, dass der Highway 2 einfach nur nicht mehr am Wasser entlangführt oder der Blick aufs Meer von Dünen versperrt ist.

Aber uns ist heute sowieso mehr nach Süßwasser und wir sind froh, in Tauranga ein Freibad im "Memorial Park" zu finden. Wieder frisch fahren wir durch die Stadt Richtung "Mount Maunganui". Am Hafen sind wir noch gar nicht begeistert und fahren an großen Tanks von Ölgesellschaften oder Ähnlichem vorbei. Richtung City nimmt dieser Landstrich aber wieder sympathische Züge an und die Strandmeile Richtung "Papamoa Beach" entwickelt sich mehr und mehr zur Siedlung gut betuchter Bürger.

Für die Nacht Willkommen heißt uns die "Welcome Bay". Keine traumhafte Ecke wie der Name versprechen könnte, aber einigermaßen ruhig und ohne "Camping prohibited"-Schild.
Reinhard Westermann
Reinhard
Westermann
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Langenberg
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09. January 2006 - 11:15 Uhr

East Cape und Bay of Plenty
30.12.2005 - 30.12.2005
East Cape / Te Araroa / Opotiki
Vier Uhr morgens - heute haben wir den Wecker großzügig früh gestellt, um noch genügend Zeit zu haben, zum Leuchtturm hochzukommen. Und die Überwindung hat sich auch wirklich gelohnt. An einem klaren Morgen, wenn auch mit einigen Wolkenbändern am Horizont, können wir um ca. 5:40 Uhr als erste Menschen auf dem Festland den Silvestertag begrüßen.

Die Bilder können wie immer nur einen Bruchteil der Atmosphäre wiedergeben, die die Augen in Wirklichkeit einfangen. Nach einem kleinen, mitgebrachten Frühstück gehen wir den Weg zum Parkplatz wieder zurück und fahren noch einmal zum Nachtlager zurück. Wir gestehen uns ein, dass uns die Müdigkeit doch noch sehr in den Knochen steckt... zwei Stündchen Schlaf müssen noch drin sein ;-)

Wirklich ausgeschlafen und einen guten Kaffee später, sind wir wieder auf Tour. Wie geplant besuchen wir noch den größten "Pohutukawa Tree". Und das erweißt sich gar nicht als so einfach. So groß werden diese Bäume nämlich nicht und ausgeschildert ist dieser Baum auch nicht. Gefunden haben wir ihn aber trotzdem und der Umfang von 19 Metern beeindruckt uns schon sehr. Diese Bäume sind nicht vergleichbar mit den mächtigen Kauri oder den alten Eichen in Europa. Der Stamm besteht aus vielen starken Ästen und kann sich so zu einer gewaltigen Baumkrone entfalten. Da er um Dezember herum rote Blüten trägt, wird er hierzulande auch "Christmas Tree" genannt.

Weiter geht es zur "Bay of Plenty" - die sonnenreichste Region Neuseelands. Und von "Te Araroa" bis "Opotiki" ist die Route wirklich traumhaft und mit der Küstenstraße der Halbinsel "Coromandel" vergleichbar: tolle Blicke auf türkisblaue Buchten, schöne Strände und auf der anderen Seite Hügellandschaften mit Wald und saftigem Grün.

In "Opotiki" machen wir noch einige Besorgungen für den Abend, bevor wir westlich außerhalb der Stadt einen schönen Strand für die Nacht finden. Wir schmeißen uns noch einmal in die Badeklamotten und genießen die Wellen und die letzten Sonnenstrahlen des letzten Tages im Jahr.

Mit der Dämmerung beginnen wir mit unserem Silvester-Dinner-For-Two. Da eh gerade kein Stolperfell vorhanden ist und ich meinen Frack zuhause vergessen habe, kann ich mir zum Glück dieses Jahr die Butler-Rolle sparen :-)

Bei Kerzenschein sitzen wir unter einem gigantischen Sternenhimmel und sehen um Mitternacht rechts und links Feuerwerk über den Orten. Happy New Year!
Reinhard Westermann
Reinhard
Westermann
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Langenberg
Germany
09. January 2006 - 11:08 Uhr

Tolaga Bay / Tokumaru Bay / Te Araroa
29.12.2005 - 29.12.2005
Ostküste
Entlang der "Hawke Bay" fahren wir über Wairoa und Gisborn in Richtung des östlichsten Punktes Neuseelands. Doch bevor wir am "East Cape" ankommen, machen wir noch Halt an der "Tolaga Bay" und "Tokumaru Bay". Erstere ist eine von vielen Buchten in dieser Gegend, die mit schönem Sandstrand und Bade-Brandung einladen.

"Tokumaru Bay" hat hingegen nichts mit Badebucht zu tun. Abseits des Highway 35 ist ein alter Hafen zu besichtigen, dessen Steg schon lange keine großen Boote mehr angelegt haben. Heute wird er mehr von den Einheimischen als Angelsteg genutzt und es dockt höchstens mal ein Boot an, um ein paar Anglern Landgang zu gewähren.

Genauso verlassen wirkt auch der ganze Ort. Viele der alten Häuser stehen leer und ab und zu müssen wir wirklich zweimal hinsehen, um festzustellen, dass dort wirklich noch jemand wohnt.

Genau 77 Kilometer weiter kommen wir dann endlich in Te Araroa an. Dieser Ort ist für zwei Dinge bekannt. Zum einen steht hier angeblich der größte "Pohutukawa Tree" - den werden wir uns aber erst Morgen anschauen. Zum anderen geht hier die Schotterstraße ab, die zum Leuchtturm am "East Cape" führt.

Mit einer Staubwolke nachziehend kundschaften wir heute schon einmal den Weg dorthin aus. Wir haben uns nämlich vorgenommen, am nächsten Morgen schon früh aufzustehen um den Sonnenaufgang anzuschauen. Wenn wir schon die gut 700 Stufen in Dunkelheit hinaufgehen müssen, wollen wir wenigstens den Weg zum Parkplatz schon einmal im Hellen gesehen haben.

Fünf Minuten Gravel-Road zurück, finden wir dann sogar einen Platz für die Nacht - an den meisten Stellen hier ist campen verboten.
der verlassene Hafen in der "Tokumaru Bay"
"Mount Hikurangi" ist der größte Berg der Nordinsel. Er ist nicht-vulkanischen Ursprungs und den Maroi heilig.
der Blick zum Leuchtturm am East Cape
Reinhard Westermann
Reinhard
Westermann
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Langenberg
Germany
09. January 2006 - 11:05 Uhr

Napier Waipatiki-Beach
28.12.2005 - 28.12.2005
Napier
Diese Stadt ist nach einem Erdbeben im Art déco Stil wieder errichtet worden und wird in jedem Reiseführer als Tipp gehandelt. Als Nicht-Kunstkenner und architektonisch wenig Interessierte finden wir die Stadt zwar "ganz schön", haut uns aber nicht vom Hocker.

Auch das Aquartium im südlichen Teil der Stadt weckt nicht sonderlich unser Interesse. Hier hätten wir sicher im Kiwi-Bereich den scheuen Nationalvogel einmal lebendig bewundern können, aber mit 13 Dollar Eintritt und den Erinnerungen der vergangenen Museumsbesuche sparen wir uns die Zeit.

Stattdessen lockt uns der "Waipatiki-Beach" viel mehr. Die relativ windgeschützte Bucht gefällt uns mit dem feinen, weißen Sand auf Anhieb und unsere noch wenig gebräunten Stellen freuen sich über angenehme Schattenplätze. Mit guten Bade- und Surfmöglichkeiten können wir diesen Strand sehr gut empfehlen.
wohl ehr was für Architektur-Liebhaber
...aber schön trotzdem
Reinhard Westermann
Reinhard
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Langenberg
Germany
09. January 2006 - 11:02 Uhr

Wellington
27.12.2005 - 27.12.2005
Wellington
Die Hauptstadt Neuseelands darf natürlich auf keiner Reiseroute fehlen und da von hier die Fähre Richtung Südinsel übersetzt, ist das auch kein Problem. Um es vorweg zu nehmen: noch einmal würde ich keine extra Anfahrt einplanen. Wir sind halt Auckland-verwöhnt und so reicht es aus unserer Sicht, sich lieber in ein bis zwei Tage vor der Überfahrt nach Picton, Wellington anzuschauen - nicht extra hinfahren!

Nichtsdestotrotz ist Wellington eine schöne Hafenstadt. Wir kommen gerade passend zur Mittagshitze an und entschließen uns, zunächst dem "Te Papa" Museum einen Besuch abzustatten. Hier erfährt man bei freiem Eintritt (!!!) alles über Geologie, Vulkangeschichte, Erdbeben, neuseeländische Kunst, Natur, Tiere und vieles mehr. Hier gibt es auch einen Außenpark mit - leider - künstlicher Mini-Tropfsteinhöhle. Und wie in vielen Museen Neuseelands gibt es auch für Kinder viel zu entdecken und auszuprobieren - anfassen erlaubt. Wer sich hier dann doch mehr als ein paar Stunden aufhalten möchte, für den gibt es auch Sonderausstellungen zu sehen, die dann allerdings Eintritt kosten.

Wieder in der Sonne gehen wir entlang des Hafens zum Parlamentgebäude. Ein Teil davon ist wegen seiner runden Form und der Anordnung der Fenster als "Beehive" - Bienenstock- bekannt. Weiter geht es durch Downtown zur "Cable-Car". Diese mit Seilen gezogene Bahn bringt die Passagiere auf die höhere Ebene Wellingtons. Für einen Dollar (für Studenten) nehmen wir diese angenehme Fahrt bergauf gerne war.

Bergab führt uns dann der Weg durch den Botanischen Garten, bis wir schließlich wieder am Auto angekommen sind.

Auf dem Weg zum Schwimmbad, das wir uns für heute Abend ausgesucht haben, machen wir noch einen Abstecher zum "Mount Victoria Lookout." Anders als der gleichnamige Vulkan auf Devenport/Auckland, fällt der Blick von Mount Victoria nicht auf den Hafen und umliegende Inseln. Hier scheint es ehr so, als würde die Stadt den Vulkan einrahmen - Wellington ist eben um den Hafen herum gebaut.

Frisch geduscht haben wir heute auch Lust, unseren "dritten Weihnachtsfeiertag" nachzufeiern. In einer Sport-Bar am lebendigen "Courteney Place" freuen wir uns wir uns auf das erste Stück Fleisch seit Tagen, einem Steak.

Auch wenn wir uns gut und gerne wieder einen Schlafplatz suchen könnten, entschließen wir uns, diese Nacht schon wieder Richtung Norden aufzubrechen und den nächsten Morgen nicht mit einer weniger interessanten Fahrt zu vergeuden.

Kurz vor Napier hüllen wir uns dann aber doch endlich in die Bettdecken.
eines der Parlamentsgebäude - kein Wunder, dass es als Bienenstock bezeichnet wird
die berühmte Cable-Car
der Blick von Mount Viktoria auf den Hafen der Hauptstadt
Reinhard Westermann
Reinhard
Westermann
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Langenberg
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09. January 2006 - 10:56 Uhr

Taupo
26.12.2005 - 26.12.2005
Taupo
Bei herrlichstem Sommerwetter wachen wir mit dem Blick auf den Lake Taupo auf, den wir uns heute auch von der Wasserseite aus anschauen möchten. Doch zunächst geht es erst einmal durch die Stadt selber. Entlang der Uferpromenade blicken wir auf den größten See Neuseelands. Auf der anderen Straßenseite sind dann auch die Häuser der Leute zu sehen, die sich diesen Blick das ganze Jahr leisten können.

Auf der nördlichen Seite Taupos biegen wir Richtung "Huka Falls" ab. An dieser Stromschnelle zwängt sich der sonst breite "Waikato River", der vom "Lake Taupo" zur Tasmanischen See fließt, durch eine schmale Gasse. Das aufgewirbelte Wasser erstrahlt dabei im Sonnenschein in einem leuchtenden Blau.

In den Reiseführern haben wir gelesen, dass in diese Stromschnellen nur zwei Mal am Tag die volle Ladung Wasser eingelassen würde. Der Grund hierfür sei die Ausnutzung der Energie für die Stromerzeugung in Wasserkraftwerken. Dass an diesem Fluss tatsächlich elf Kraftwerke liegen und diese einen relativ großen Teil des Gesamtenergiebedarfs Neuseelands decken, ist richtig. Allerdings konnten wir um 12 Uhr Mittags keinen Anstieg der Wassermassen feststellen. Oberhalb der Strömung wird vielmehr nachts das Wasser angestaut, um die tagsüber benötigten Energieverbräuche zu decken - macht ja auch Sinn ;-)

Jetzt, wo wir wissen, woher das Wasser kommt, möchten wir natürlich auch den See selbst mal etwas genauer anschauen. Ebenfalls aus den Reiseführern wissen wir von einem Segelboot, dass zwei Mal täglich auf den See hinaus fährt und die "Modern Maori Rock Carvings" ansteuert. Wie so viele Attraktionen in Neuseeland müsste man auch die Fahrt auf der "Barbary" Tage vorher buchen. Wir haben allerdings Glück und wir ergattern noch die letzten beiden Sitze, die reserviert, aber nicht wahrgenommen worden sind. Und diesmal hat uns der Reiseführer keine Märchen erzählt: dieser Zweimaster ist wirklich seine 30 $ pro Person wert. Und wer die Steinmetz-Kunstwerke, die nur vom Wasser aus bewundert werden können, sehen will, der sollte wirklich keine Kompromisse machen.

Nach dem Segeltörn machen wir uns nicht weiter Richtung Westen auf, sondern schieben mal ebenso Wellington mit ein. Diese 380 Kilometer auf dem Highway 1 Richtung Süden ist zwar kein Pappenstil, aber wir liegen innerhalb unserer Zwei-Wochen-Rundreise so gut in der Zeit, dass wir uns das erlauben können.

Der Vorteil von Langstrecken ist, dass man erst so richtig wahrnehmen kann, wie unterschiedlich die Natur ist. Wir passieren noch einmal den "Tongario National Park" mit seiner Kraterlandschaft, fahren anschließend durch die wüstenähnliche Region "Rangipo Desert" und schlängeln uns immer wieder durch saftig grüne Hügellandschaften.

Natürlich wichtig für Neuseeland sind die flachen und deshalb sehr landwirtschaftlich genutzten Flächen bis ca. 50 Kilometer vor Wellington. Aus meiner touristischen Sicht ist dieser Abschnitt auf dem Highway 1, und wie ich leider auch Morgen feststellen werde, auf dem Highway 2, ein sehr langweiliger und gar nicht landschaftlich reizvoller Abschnitt. Mein Tipp also für die Touristen: diese Kilometer können auch sehr gut nachts abgerissen werden.

Vor den Toren der Hauptstadt aber angekommen, entschädigt der Blick aufs Meer die letzten Stunden Autofahrt. An der "Karehana Bay" finden wir in einer Sackgasse dann auch unseren Schlafplatz.
"Huka Falls"
Modern Maori Rock Carvings - man kann sie nur vom Wasser aus betrachten
auf der Tour mit der "Barbary"
Reinhard Westermann
Reinhard
Westermann
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Langenberg
Germany
02. January 2006 - 17:51 Uhr

Tongario National Park
25.12.2005 - 25.12.2005
Tongario National Park
So sehr uns die Einsamkeit des Vortages auch mulmig vorgekommen ist, morgens um acht von zig Motorengeräuschen geweckt zu werden, ist auch nicht das, was wir uns gewünscht haben.

Der diesige und abgelegene Parkplatz von gestern erleuchtet heute in klarstem Sonnenschein und ist umrandet von den Vulkanriesen des Nationalparks.

Und die Motoren gehören den sieben/acht Bussen, mehreren Kleinbussen und PKWs. Wie wir feststellen, ist dieser Ort Ausgangspunkt für die Tongario Crossing Tour. Der Track führt durch Schluchten und Vulkanlandschaften und ist gespickt von Bergseen.

Mit Shuttelbussen werden die Wanderer zu ihrer achtstündigen Tour hergebracht. Diese Crossing Tour soll eine der beliebtesten Touren Neuseelands sein. Auch wenn "der Berg ruft" entscheiden wir uns für ein gutes Frühstück und für die anschließende Weiterfahrt ins Herz des Nationalparks: Iwikau Village. Dieser Ort blüht erst im Winter zu einem wenn nicht dem beliebtesten Skigebiet auf. Aber auch im Sommer kann er sich sehen lassen. Was auf den ersten Blick vielleicht als eine karge Landschaft mit ein paar verlassenen Skihütten aussieht, ist doch vielmehr eine beeindruckende Vulkanlandschaft jungen Alters. Alle Kegel, die hier zu sehen sind, haben noch einen lebendigen Kern. Erst im Oktober 1996 wurden Skifahrer das letzte Mal Zeuge eines Ascheregens.

In der Hoffnung, dass heute der herrlich blaue Himmel Bestand hat und die Sonne nicht durch Asche getrübt wird, nehmen wir die beiden Sessellifte bis auf ca. 2000 Meter. Die paar Dollar sind übrigens gut angelegt, denn im Preis ist auch gleich die Miete einer warmen Jacke enthalten.

Auch wenn die Sonne brennt, sind wir froh, dass wir die Jacke mit dabei haben. Wie es ich für Weihnachten gehört, liegt hier nämlich Schnee!!!

Und wir wollen heute noch höher. Ca. anderthalb Stunden sind für den Skyline Walk veranschlagt. Hier begibt man sich durch Geröll- und Schneefelder nochmals um 300 Meter höher und kann vom Bergkamm einen atemberaubenden Blick genießen.

Oben angekommen meint Heike nur "Ich kann jetzt etwas nachfühlen, wie Frodo und Sam sich gefühlt haben müssen." Mit einer der letzten Gondeln fahren wir gegen 17 Uhr wieder zum Village und machen uns trotz Müdigkeit noch auf eine kleine Wanderung zu einem Drehort des Films "Herr der Ringe."

Mächtig stolz erhebt sich Mount Ngauruhoe und ist im Film als Mount Doom oder Schicksalsberg bekannt. Die Ebene, die sich vor ihm erstreckt, kennen Fans von "Lord of the Rings" als Mordor.

Nach diesem anstrengenden und beeindruckenden Tag gönnen wir uns erst einmal ein leckeres Abendessen. Danach nehmen wir wieder im Van Platz und lassen die Geröll- und Eisebene hinter uns.

Schon nach wenigen Kilometern ist das Land wieder saftig grün und die Straßen werden kurvenreicher. Lake Taupo und die gleichnamige Stadt soll heute Abend unser Schlafplatz sein. 25 km vor Taupo finden wir bei Motutere einen idyllischen Rastplatz direkt am See.
die Landschaft bei Sonnenschein
schneebedeckte Gipfel im Sommer
über den Wolken
unser Weihnachtsgruß an die Nordhalbkugel
der Blick von über 2030 Metern
360 Grad Blick vom Skyline Walk
Reinhard Westermann
Reinhard
Westermann
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Langenberg
Germany
02. January 2006 - 15:06 Uhr

Mount Taranaki
24.12.2005 - 24.12.2005
New Plymouth
Eigentlich haben wir immer vorgehabt, Weihnachten am Strand zu feiern. Aber da wir ja jetzt an der rauen Westküste sind und wir auch gestern schon am Strand gesessen haben, gehen wir heute lieber in die Berge - oder besser gesagt: in den Berg. Denn die Landschaft hier ist vergleichsweise platt und wird nur vom Mount Taranaki beherrscht.

Einer Legende zur Folge hat dieser Vulkan seiner Zeit eine Auseinandersetzung mit einem zweiten Vulkan gehabt, bei der es - natürlich - um einen schönen, jungen, weiblichen Vulkan gegangen sei. Als Unterlegener ist Taranaki von dannen gezogen und ist im Westen vom Meer aufgehalten worden.

Auch wenn er der unterlegene ist, wir mögen ihn - und zwar sehr!! Mit dem Auto fahren wir in den National Park der den Vulkan umgibt und kommen schon bald in dicht bewachsendes Gelände. Von der Information aus gehen wir den Pfad Richtung Dawson Falls und betreten ein Terrain, der einem Märchenwald gleicht. Mit Moos bewachsene Urwaldbäume säumen den Weg und die Sonne bricht immer wieder bis zum fruchtbaren Boden durch.

Den Wasserfall hören wir erst nur, bis wir dann schließlich dem 18 Meter herunterstürzenden Strom gegenüberstehen. Die kühle Luft, die jeder Fall mit sich bringt und auch das zerstäubte Wasser ist für uns eine willkommene Abwechselung.

Zurück am Auto ziehen leider wieder die nächsten Wolken auf und die ersten Tropfen lassen nicht lange auf sich warten. Das gute an dem Regen ist allerdings, dass uns der Abschied nicht ganz so schwer fällt, denn wir haben heute noch einige hundert Kilometer vor uns.

Bis heute Abend möchten wir nämlich zu dem Ort, von dem Taranaki "von dannen gezogen ist": Tongario National Park.

Der Weg von Manaia nach Wanganui führt zwar an der Küste entlang, das Meer liegt allerdings hinter den Dünen. Wenn also jemand dem Highway 3 an dieser Stelle etwas abgewinnen möchte, dann höchstens über einen Abstecher zum Strand.

Der Highway 4 bis Raetihi ist dafür umso interessanter. Nirgendwo sonst sind uns bis jetzt so viele Motorradfahrer entgegengekommen, wie auf dieser Strecke durch die Berge - traumhaft.

Am Tongario National Park angekommen, ist es schon wieder Zeit, sich nach einem Platz für unser Spaceship umzusehen. Um ehrlich zu sein: wir können heute noch nicht ganz so verstehen, warum dieser Park von den Leuten so hoch gelobt ist.

Von dem Highway 47 biegen wir in eine Schotterstraße Richtung "Mangatepopo Hut" ein und gelangen nach ca. 5 km Schneckentempo auf einen einsamen und verlassenen Parkplatz in mitten einer kargen Heidelandschaft. Zudem ist auch der Himmel noch verhangen und der diesige Abend grenzt die Sichtweite nur auf wenige hundert Meter ein.

Warum der Parkplatz in dieser Einöde aber einen Bus Stopp und vier Toilettenhäuschen hat, darüber soll uns der nächste Morgen Aufklärung bringen.
Unser Zuhause für die nächsten zwei Wochen
Mount Taranaki bei Tag
...wie im Märchenwald
Dawson Falls
Reinhard Westermann
Reinhard
Westermann
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Langenberg
Germany
02. January 2006 - 14:04 Uhr

Heilig Abend
23.12.2005 - 23.12.2005
New Plymouth
Die letzte Nacht haben wir auf einem Rastplatz vor den Toren von New Plymouth verbracht. Ist schon ein komisches Gefühl, das erste Mal in unserem Camper mit angeknöpftem Zelt zu übernachten - und dann noch an stürmischer See bei Regen. Außerdem haben wir unseren Schlafplatz ja bei Dunkelheit ausgesucht; wir wissen also nicht, welcher Blick uns am nächsten Morgen erwarten würde.

Der Blick ist aber herrlich. Wir öffnen unser Zeltfenster und die raue See lässt uns ein Gefühl von Freiheit überkommen. Und auch das Wetter hat mit uns ein nachsehen und die Sonne lässt sich blicken.

Nach dem Frühstück räumen wir unser Auto noch einmal um und stürzen uns dann ein letztes Mal (hoffentlich) in den Weihnachtsrummel. Da wir nur sehr selten an Backpacker Unterkünften halten oder auf Campingplätzen stehen wollen, sind wir auf der Suche nach einem Inverter fürs Auto. Für den, der wie so mancher Verkäufer in den Kaufhäusern nicht weiß, was das ist: "vorne kommt Strom von der Autobatterie rein - hinten kommt Strom wie aus der Steckdose raus." (Mein Elektroniklehre in der Berufschule kocht bei dieser Wortwahl jetzt gerade über :-) Mit dem Teil brauchen unsere Handys keine Durststrecke mehr befürchten und auch der Laptop samt neuen TFT kann das ein oder andere Mal zum Leben erweckt werden.

Außerdem brauch Heike noch einen Badeanzug, den sie nach dem Einkauf auch direkt im Hallenbad von New Plymouth einweihen kann.

Frisch geduscht und gut erholt lassen wir den heiligen Abend beginnen. Wir stehen noch auf dem Parkplatz der Schwimmhalle, der mittlerweile gänzlich leer ist und schauen den Wellen zu, wie sie in den letzten Sonnenstrahlen des Tages an die Küste branden. Ein leckeres, kaltes Buffet lässt auch unserem Gaumen ein festliches Gefühl entstehen. Es gibt gebratene Hühnchenstreifen mit Nudelsalat und frischem Gemüse mit Dipp - lecker!

Nach dem Picknick fahren wir noch etwas näher an den Costal Walkway heran. Beim Spatziergang über die Promenade und dem Blick aufs Meer denken wir an unsere Familien und Freunde in der Heimat.

Nach Sonnenuntergang haben wir noch ein bisschen Zeit, bevor die Christmette um Mitternacht beginnt. Da heute das Wetter klar gewesen ist und wir den Mount Taranaki bereits tagsüber ohne Wolkenschleier gesehen haben, möchten wir ihn auch gerne vor dem Abendhimmel noch einmal bewundern. So fahren wir noch einmal ein wenig vor die Grenzen der Stadt und lassen uns von diesem Vulkankegel, der in Mitten von plattem Land in die Höhe ragt, beeindrucken.

Wie passend zum Heiligen Abend bekommen wir heute von der Natur noch ein ganz besonderes Geschenk. Zum ersten Mal sind wir bei Nacht wirklich außerhalb einer Stadt und wir sehen zum ersten Mal in Neuseeland das Kreuz des Südens.

Nach diesem Erlebnis ist es dann aber Zeit, sich auf den Weg zu St. Joseph zu machen - wir möchten rechtzeitig ankommen um noch einen Sitzplatz zu ergattern.

Wir betreten ein junges und modernes Kirchengebäude, in dessen Mitte sich der Altar befindet. Rings herum sind die Kirchenbänke in Blöcken angeordnet, die Orgel seitlich. Was uns als erstes auffällt, sind die fehlenden Kniebänke. Später werden wir zur Wandlung stehen und nur einige Leute knien auf dem Boden.

Bevor die Messe beginnt, werden vom Chor und auch von uns Besuchern einige Weihnachtslieder gesungen. Die Atmosphäre ist nicht so andächtig, wie wir es aus Deutschland her kennen. Natürlich haben wir keinen Vergleich, wie sonst in dieser Pfarrgemeinde die Messen gehalten werden. Heute wirkt es sehr entspannt und feierlich lockerer. Da wird sich in lautem Flüstern begrüßt. Die später eintreffenden Besucher setzen sich zum Teil auf den Boden und einige haben sogar eine kleine Flasche Wasser mit dabei - für den größten Durst.

Der Ablauf der Messe läuft dann aber bekannt katholisch ab und auch die weihnachtlichen Elemente wie die Weihnachtsgeschichte finden ihren Platz.

Vielleicht noch ein Wort zum Chor für unsere musikbegeisterten Leser: …oder besser doch nicht ;-)
Mount Taranaki - mal nicht im Wolkenkleid
Costal Walkway am Heiligen Abend
Mount Taranaki bei Nacht und links auch das Kreuz des Südens!!!
Reinhard Westermann
Reinhard
Westermann
r_u_u@gmx.de
Langenberg
Germany
02. January 2006 - 14:03 Uhr

Endlich Urlaub ;-)
22.12.2005 - 22.12.2005
New Plymouth
Der Tag der Abreise beginnt mit einem frühen Weckruf des Weckers: "Aufstehen, Frühstücken und dann ab zum Spaceship!" Wir folgen brav und sind auch froh, dass wir diesen Morgen nicht im Bett vergeuden - die Übernahme unseres Campervan braucht nämlich seine Zeit und wir müssen ja schließlich noch alle unsere Sachen verstauen.

Anders als ursprünglich geplant, steuern wir nicht den Osten, sondern den Westen der Nordinsel an. Das Wetter ist zwar nicht wirklich schlecht, aber nach Baden im Meer ist uns nicht und da das in der rauen Tasmanischen See eh nicht wirklich möglich ist (wir sind halt nicht die Surfhelden), sparen wir uns den Osten mit der Bay of Plenty für später auf.

Doch vorher halten wir noch in Manukau, um uns mit einer Kühlbox (die im Spaceship ist maximal für vier Dosen Cola geeignet) und den wichtigsten Lebensmitteln einzudecken.

Es gilt ja schließlich Weihnachten zu überbrücken und am ersten Weihnachtstag haben alle Läden dicht. (Wer jetzt mitgedacht hat, wird bemerkt haben, dass das dann wohl nicht für den Heiligen Abend - Christmas Eve - und dem zweiten Weihnachtstag - Boxing Day - gilt. Richtig! An den Tagen haben die Geschäfte nur eingeschränkt offen: ähnlich wie an einem normalen Samstag in Deutschland.)

Wir fahren über Hamilton und Te Kuiti zu unserer ersten Übernachtung in New Plymouth. (Die Glowworm-Caves lassen wir übrigens wegen der schon späten Uhrzeit und des saftigen Eintrittpreises aus.) Der erste Weg ist wirklich nicht interessant gewesen und wir sind froh, endlich das Meer zu sehn. Da wir erst spät ankommen und noch nach der katholischen Kirche und einem schönen Platz zum Schlafen suchen müssen, wir das mit dem selbst gekochten Dinner nichts: Pizza Hut muss aushelfen.