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Reinhard Westermann
Reinhard
Westermann
r_u_u@gmx.de
Langenberg
Germany

Mount Eden
14.10.2005 - 14.10.2005
Auckland
It’s weekend! Und was macht man da so? Ausschlafen? Party Party Party? Nöö, früh raus und Autos gucken. Wir haben da noch eine Adresse von Babara, einer Mitschülerin von uns, bekommen. Nahe der Karangahape Road (siehe Blog vom Vortag) finden wir eine kleine Lagerhalle, in der Backpacker ihre alten Schinken loswerden wollen. Neuseelands Verschnitt von Xzibit (Pimp my ride) ist hier der Herr im Haus und macht uns die Regeln klar:

„Hey, die Leute stellen hier ihre Vans oder Autos für $65 drei Tage lang ab; und das sind gute Autos, gute Preise und oft sind die noch am selben Tag vertickt. Welchen habt ihr euch ausgeguckt? Diesen hier? Oh Mann, gute Wahl - echt Mann! Ich liebe diesen Van! Und wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt. Für $100 checkt mein Mechaniker für euch den Campervan durch - dann geht der klar!“

„Danke - wir gucken noch mal wo anders!“, denken wir. An sich ist das hier schon eine gute Möglichkeit, einen fahrbaren Untersatz zu ergattern. Aber man kauft hier nur von Privat und da sollte man als Käufer schon etwas von Autos verstehen. Natürlich ist uns bewusst, dass auch ein Händler an den Kilometerständen schraubt und einen abzocken möchte. Bei denen ist man aber (hoffentlich) ein bisschen mehr auf der sicheren Seite, was die Fahrtüchtigkeit angeht.

Bei einem Mietwagenservice ein paar Straßen weiter, der auch Vans zu verkaufen hat, kommen wir heute leider auch nicht viel weiter. Es ist bereits Mittag und der Laden ist schon dicht. Wir entschließen uns deshalb für den zweiten Tagesordnungspunkt auf unserer Samstagsliste: Mount Eden.

Wanderwege führen uns z. T. über Kuhwiesen bis hoch an den Kraterrand eines der vielen Vulkane. Eine geniale Aus- und Weitsicht über Downtown, die Stadtteile und vorgelagerten Inseln belohnen uns für den steilen Anstieg. Besonders bemerkenswert ist für uns der Abstieg in den Krater selber gewesen. Keine Angst: dieser Vulkan ist schon seit Ewigkeiten nicht mehr aktiv und außen wie innen läuft man über Wiese (und Kuhfladen). Wir legen unseren Kopf in den Nacken und es zeigt sich uns eine Perspektive, die wir so noch nie erlebt haben. Unser Blickwinkel reicht gerade so an die jeweiligen Enden der Krater Öffnung und wir sehen einen mächtigen, in sich geschlossenen Kreis über uns. An dessen Rändern sehen wir die anderen Leute, die zu uns herabblicken und die Bäume am Rand. Vergleichbar ist dieser Blick vielleicht mit dem in einen runden Brunnen. Man sieht sich und den Himmel in dem Wasser spiegeln, und ringsherum nur tiefes Schwarz. In unserem Fall ist aber der Blickwinkel sehr viel mächtiger und schärfer.

Nach den vielen Kilometern, die wir heute zurückgelegt haben, gönnen wir uns erst einmal eine Pizza im Stadtteil New Market. Nicht weit von unserer Schule haben wir ein Restaurant aufgetan, in der uns die Atmosphäre sehr gefällt und in dem die Pizzen samt Teig noch frisch hergestellt werden.

Nicht zu Fuß, sondern per Linkbus treten wir dann den Rückweg zum Railway-Campus an. Die andere Richtung des Rundkurses hat bis dahin eh noch auf unserer to-Do-Liste gestanden und bei einsetzender Dunkelheit ist eine Fahrt durch Downtown und Umgebung immer reizvoll.

Mit ein paar Runden Pool-Billard lassen wir heute den Abend im Campus ausklingen und denken an die Partien in zeitlicher und geographischer Ferne zurück, die Heike mit Petra und Frank, und die ich mit Holger oder Michael gehabt haben.
der Krater von Mount Eden
Blick von Mount Eden auf Downtown
Auckland mit Museum, Halbinsel Devonport und im Hintergrund Rangitoto Island