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Reinhard Westermann
Reinhard
Westermann
r_u_u@gmx.de
Langenberg
Germany
18. March 2006 - 02:32 Uhr

Whalewatching und andere In-Aktivitäten
14.03.2006 - 15.03.2006
Kaikoura
Wer kulinarisch und auch biologisch etwas für Meeresbewohner übrig hat, der wird an dem kleinen Ort Kaikoura nicht vorbeikommen. Hier hat man zum einen die Möglichkeit, Wale, Delphine und andere Meeresbewohner zu beobachten, zum anderen wird hier eine besondere Lobsterart für den Weltmarkt gefangen - und natürlich auch zum Verzehr angepriesen.

Während Heike per Boot auf Walsuche geht, steht mein Sinn mehr für die Landschaft und nehme deshalb den Kaikoura Peninsula Walkway. Der beginnt an der Touristeninformation, führt am östlichen Kean Point vorbei und schlängelt sich über die Weiden der Halbinsel immer an der Küste entlang zurück zum Ort. Um die angegebene Zeit von zwei Stunden ein wenig zu verkürzen, ziehe ich mir die Joggingschuhe an und verbinde so das Angenehme mit dem Nützlichen ;-)

Richtig schön ist meiner Meinung nach der Weg vom Point Kean bis zur South Bay. Mit der Möglichkeit, Seehunde aus nächster Nähe bei der Mittagsruhe zu beobachten, führt der Wanderweg steil hinauf bis zum Leuchtturm an der östlichen Spitze der Halbinsel.

Muschelsucher werden bei Ebbe vielleicht den Weg direkt unten am Strand bevorzugen, ich genieße allerdings lieber den Blick aus der Entfernung auf die Küstenlinie. Ein wenig erinnert mich die Aussicht und der Weg hier an den zum Jack's Blowhole in den Catlins. Auch hier ragen die Klippen teils steil aus dem Meer hinauf und auch hier führt der Weg zum Teil über Weiden. Die gelb-braunen Farben der Landschaft finde ich allerdings um einiges interessanter als in den Catlins.

An der South Bay führt der Weg wieder zurück auf Meeresspiegelhöhe. Das letzte Stück bis zur Siedlung South Bay ist dann wirklich nur noch bei Ebbe begehbar. Von hier geht es wieder zurück zur Touristeninformation in Kaikoura.

Meine Empfehlung für diejenigen, die keine zwei Stunden wandern möchten: wer direkt am Parkplatz vom Point Kean beginnt und sich in der South Bay wieder abholen lässt, hat gut eine Stunde gespart und bekommt dennoch den schönsten Teil der Strecke zu sehen. Außerdem kann man seine Fitness direkt an der ersten Steigung am Parkplatz messen und entscheiden, ob man weiter geht.

Den Joggern unter uns wird es auf diesem Weg sicher wie mir ergehen: wer die ganze Runde läuft und den ersten Abschnitt am Strand hinter sich hat, wir ganz automatisch die eine oder andere Geh-Pause einlegen. Entweder führt der Weg zu steil bergauf oder bergab, oder die Steilküste direkt neben dem Weg flößt einem soviel Respekt ein, dass man lieber einen Gang hinunter schaltet ;-)

Heike:
Wie Reinhard schon geschrieben hat, habe ich mir eine Wal-Besichtigungs-Tour geleistet. Nachdem ich beim Bezahlen die Frage, ob ich unter Reisekrankheit leide, tapfer mit "Nein" beantwortet habe, geht es erstmal mit dem Bus zur Anlegestelle auf der anderen Seite der Halbinsel. Nach nur fünf Minuten auf See, verstehe ich auch die Frage mit der Seekrankheit, denn die ersten Mitreisenden werden grün im Gesicht. Ich überstehe die sehr raue Schiffstour zum Glück sehr gut.

Vor Kaikoura ist ein sehr tiefer Meeresgraben, den besonders der Sperm-Whale fleißig zum Jagen nutzt. Dieser Wal taucht für ca. 45 Minuten auf 1600 m ab, um danach ca. 10 Minuten an der Wasseroberfläche zu atmen. Diese Atemzeit nutzen die Schiffsunternehmen, um den Touristen die Wale zu zeigen. Allerdings sieht man nur den oberen Rücken und von dem restlichem Wal gar nichts. Nur beim erneuten Abtauchen kommt einmal die Schwanzflosse zum Vorschein. Das Steuerteam der Boote merkt sich dann den Punkt des Abtauchens und muss dann nur alle 45 Minuten wieder hinfahren, wenn der Wal wieder atmen kommt. Einfacher Job! Nach unserem Orca-Erlebnis im November ein wenig enttäuschend und teuer.

Trotzdem lohnt es sich für mich, denn als Zugabe sehe ich noch einen Albatros, Seehunde und Delphine. Besonders die Delphine, es sind schwarz-weiße Dusky- Delphine, sind ein tolles Erlebnis. Die Schule mit an die hundert Tieren hat Spaß sich den Touristen zu zeigen. Sie springen und tanzen wirklich. Wie im Film! Ich sehe Leute mit den Delphinen im Wasser, sie haben "Swim with the Dolphin" gebucht. Das muss ein tolles Erlebnis sein. Aber auch ich bin zufrieden und glücklich soviele tolle Tiere gesehen zu haben, und auch, weil ich zu denen gehöre, die keine Tüte gebraucht hat.

Reinhard:
Nach soviel Aktivität ziehen wir dann erstmal die Handbremse. Wir liegen sowieso sehr gut in der Zeit und deshalb machen wir den Rest des Tages und den folgenden Tag nicht mehr außer Strandleben. Wir beobachten den Mondaufgang und gut elf Stunden später an fast der selben Stelle den Sonnenaufgang in der Nähe des Whalewatching-Centers. Wir genießen im Windschatten der Sträucher die Sonne am Strand von Kekerengu (nördlich von Kaikoura). Und wir suchen uns einen ruhigen Platz für die nächste Nacht am Strand von Rarangi, nördlich von Blenheim.
auch der Herbst in Neuseeland ist farbenfroh
Heike hat sie gesehen: Sperm Whales (Pottwale)
auch ein Albatross war mit von der Partie
Sperm Whale beim Atem holen
wie immer faul: die Seehunde
wenn auch hier nur einer zu sehen ist: es war eine ganze Schule Delphine
Delphine wie man sie kennt: verspielt und zutraulich