Ohne blaue Lippen und sonstigen Erscheinungen wachen wir heute auf, brauchen aber noch einige Zeit, um auf normale Temperatur zu kommen.
Ohne erst bei ungemütlicher Kälte zu frühstücken, brechen wir direkt auf und begeben uns wieder auf die Southern Scenic Route. Unseren ersten Halt machen wir bereits wenige Kilometer weiter. Wir haben zunächst nicht geplant, am Historic Railway Tunnel zu halten, weil er aber wirklich direkt an der Straße liegt, steigen wir kurz aus. Besonders sehenswert ist der Eisenbahntunnel von 1879 wirklich nicht. Jedenfalls nicht der Eingang. Wie es ein paar hundert Meter auf der anderen Seite aussieht, können wir nicht sagen, da wir direkt wieder zum Auto zurück sind.
Der nächste Stopp macht da schon mehr her. Der Nugget Point ist der einzige Ort, an dem verschiedene Rassen von Seehunden und Seeelefanten auf einem Fleck zu sehen sind - normalerweise leben sie getrennt in ihren Kolonien. Zudem tummeln sich hier noch die Gelbaugen-Pinguine, die man übrigens nur hier in Neuseeland findet. Ob wir heute genau diese Rasse gesehen haben, oder Doppelgängen auf den Leim gegangen sind, können wir nicht genau sagen. Unsere Zoom-Möglichkeiten mit Kamera und Fernglas sind da etwas zu bescheiden. Tatsache ist jedenfalls, dass die sehr scheuen Seevögel am besten vor Sonnenuntergang zu finden sind, wenn sie zurück zu ihren Nestern an Land gehen.
Am Nugget Point gibt es außerdem noch einen Leutturm zu sehen. Bei erstaunlich leichten Wind haben wir von hier einen sagenhaften Blick auf die Küstenkulisse.
Nach dem Frühstück geht es dann auf die restlichen Kilometer der Southern Scenic Route Richtung Dunedin.
Kurz nach Milton, fahren wir noch einmal etwas abseits zu einem Lookout, wo es auch Wal-Fossilien zu sehen gibt. Etwas unspektakulär aber durchaus beeindruckend werden hier einige Felsen hinter Glas präsentiert, in denen man Strukturen der großen Säuger erkennen kann.
Lange halten wir uns dort aber nicht auf, sondern machen lieber noch eine längere Pause an der heute sehr aufgewühlten See einige Kilometer vor Dunedin.
In Dunedin selber, steuern wir als erstes die Touristeninformation an und erkunden uns nach einem Aquatic-Center oder ähnliches. Bei den kühlen Temperaturen und den noch immer regelmäßigen Schauern käme uns ein heißes Bad gerade recht.
Der Moana Pool wird diesem Wunsch mehr als gerecht. Neben dem Sportbereich gibt es hier für 4,50$ auch noch Sprungbretter für jeden Anspruch und ein Wellenbecken. Wir haben unser Auge bereits auf den Wirlpool - oder wie die heißen Becken hier genannt werden - SPA geworfen. Sehr angenehm finde ich die Reglung, dass die Becken nur für Erwachsene geöffnet sind. (Nur um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: kein FKK!! ;-) Welcher Grund dahinter steckt, wird mir nicht klar. Die ruhige Atmosphäre und das nicht ständige rein-ins-Wasser/raus-aus-dem-Wasser ist jedoch angenehm.
Warm und erholt fahren wir heute nur noch auf die Halbinsel von Dunedin, wo wir am Otago Harbour die Nacht verbringen. Morgen werden wir dann die schottisch angehauchte Stadt näher unter die Lupe nehmen.
wer genau hinsieht, kann die Seehunde erkennen
Leuchtturm am Nugget-Point
...es könnten Pinguine auf dem weißen Felsen sein, oder?
Steilküste am Nugget Point