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Reinhard Westermann
Reinhard
Westermann
r_u_u@gmx.de
Langenberg
Germany
01. March 2006 - 15:00 Uhr

Regen, Sturm und Southern Scenic Route
28.02.2006 - 28.02.2006
Invercargill
Was der Himmel gestern wolkenlos gewesen ist, kommt heute - und wohl die nächsten Tage - doppelt und dreifach.

Wieder einmal überlegen wir, ob es sich lohnt, vor dem Regen zu fliehen und nach Osten zu fahren. Die Southern Scenic Route soll landschaftlich sehr beeindruckend sein und es wäre schade, sie bei Regen zu erkunden.

Aber wie wir auch hin und her überlegen, sehr viele Alternativen bieten sich uns nicht. Schließlich lassen wir es darauf ankommen, buchen uns für zwei Nächte in einem Backpacker in Invercargill ein und fahren die Route trotz Regen bis dorthin.

Aus zweierlei Sicht eine gute Entscheidung. Zum einen erfahren wir aus der Zeitung, dass es im Osten auch regnet, zum anderen gehört doch die raue Witterung auch irgendwie zum (Süd-)Westen. Wie wir an den Bäumen und Gräsern sehen, ist gerade der stürmische Wind typisch für diese Region. Auf dem Foto unten ist die Richtung, in die sich die Bäume biegen, nicht nur durch den aktuellen Wind bedingt.

Die Landschaft hier ist wieder wesentlich übersichtlicher, als wir sie noch gestern im Fjordland gesehen haben. Hier haben die Schaf-, Rinder- und Rotwildherden wieder die Überhand über die Hügel und scheinen den rauen Bedingungen zu trotzen.

In Richtung Invercargill nimmt die Zivilisation auch wieder zu. Es begegnen einem wieder vermehrt Trucks auf den Straßen, die Benzinpreise sind günstiger und die eine oder andere Industrieanlage taucht links und rechts der Straße auf.

Besondere Sehenswürdigkeiten haben wir heute sonst nicht entdeckt. Zwei Dinge möchte ich aber dennoch erwähnen und meinen Gruß damit besonders an Michael richten.

Weder in unseren Reiseführern noch auf dem kostenlosen Southern-Scenic-Route-Plan sind die Clifden Caves erwähnt, die ich deshalb hier erwähne. Dreihundert Meter dunkelste Höhlengänge mit drei Zugängen sind hier zu erkunden. Auf einem Hinweisschild sind hierfür vierzig Minuten veranschlagt, wodurch wir auf schwierigeres Terrain schließen. Außerdem wird empfohlen, mindestens zu zweit und nur mit doppelter Taschenlampen-Bewaffnung die Gänge zu betreten.

Für uns - oder besser gesagt - für mich bedeutet das: weiterfahren und auf ein nächstes Mal im nächsten Leben hoffen.

Als zweites möchte ich hier noch "Monkey Island" erwähnen. An dem Schild habe ich nun wirklich nicht vorbeifahren können, ohne wenigsten einen kurzen Blick auf diese Insel zu werfen. Michael wird diesen Insider verstehen - allen anderen möchte ich wenigstens noch ein paar Touristeninformationen bieten:

Es ist nicht wirklich dokumentiert, wie dieser Name der winzigen Insel entstanden ist. Es wird vermutet, dass er auf die Zeit zurückzuführen ist, als Güter noch per Boot in diese unbewohnte Gegend befördert wurden. Mit einer Monkey-Winch (Affen-Winde) seien die Boote an Land gezogen worden.

Gegen Nachmittag gelangen wir schließlich nach Invercargill. Da wir noch nicht im Backpacker einchecken wollen, fahren wir noch weiter südlich Richtung Bluff, dem Hafenort von Invercargill. Die Stadt selber reißt uns nicht gerade vom Hocker, trotzdem genießen wir vom Lookout aus die weite Aussicht über die Stadt und auf Stewart Island.

Etwas schmunzelnd darf man wohl einen weiteren Stolz von Bluff bewundern: in einem Wendekreis beginnt hier der Highway 1, der an der Ostküste entlang bis Picton führt, von der Fähre über die Cook Strait bis nach Wellington gebracht wird und schließlich über den 90-Mile Beach am Cape Reinga endet.

Den Tag schließe ich heute mit einer Joggingrunde durch den Queenspark. Die Bewegung ist dringend mal wieder nötig gewesen. Etwas überrascht bin ich dann aber doch von dem Hagelschauer, der mich unterwegs überrascht. Regen ist eingeplant gewesen, aber mit Hagel habe ich nicht gerechnet. Da kann ich doch nur hoffen, dass wir jetzt nicht die Handschuhe herausholen müssen!!
erster Eingang zu den Clifden Caves
stürmige Zeiten kommen auf uns zu
hier ist also
... vielleicht doch nicht die echte
Blick auf Bluff
Blick auf Stewart Island im Süden von Neuseeland