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Reinhard Westermann
Reinhard
Westermann
r_u_u@gmx.de
Langenberg
Germany
13. September 2002 - 15:24 Uhr

Quellen und andere Wasser
14.02.2006 - 14.02.2006
Waikoropupu Springs/Rangihaeata
Die etwas unruhige Nacht steckt uns noch in den Knochen, aber wenigstens scheint die Sonne, als wir aus unserem Campervan herausluken.

Da, wie wir von gestern her noch wissen, unser Schlafplatz einigermaßen trocken, aber nicht schön ist, verlegen wir unser Frühstück ein paar Kilometer weiter nördlich.

Vor dem Informatioszentrum des Abel Tasman Parks finden wir einen schattigen Platz und besprechen zunächst mal unsere nächsten Aktivitäten. Nicht leicht! Am liebsten wollen wir nächsten Freitag wieder in Havelock sein, um mit dem Postboot einen Tag lang durch die Marlborough Sounds zu schippern. Das würde aber bedeuten, wir würden Abel Tasman Park und Golden Bay bis morgen abgeharkt haben. Und da wir im Urlaub sind und nicht auf der Flucht, entscheiden wir uns für ein relaxteres Vorgehen.

Heute checken wir lediglich die Möglichkeiten, die wir am Abel Tasman Park haben (Wandertracks, Kayaking, Boattaxi) um dann am Ende der Woche morgens früh genug hier zu sein.

In diesem Sinne lassen wir den Abel Tasman Park hinter uns und besuchen die Waikoropupu Springs (Pupu Springs). Diese weltweit reinsten Quellen (außer einer Quelle in der Antarktis) fördern 14 000 Liter Wasser pro Sekunde zu Tage! Da wundert es nicht, dass wir hier kein kleines Rinsal vorfinden, sondern einen stattlichen See, in dem an einigen Stellen das Wasser nach oben dringt.

Schon alleine wegen des klaren Wassers sind diese Quellen ein Besuch wert. Ohne Probleme kann man meterweit bis zum Grund gucken und die Pflanzenwelt schimmert farbenfroh im Sonnenlicht.

Nur ein paar Kilometer weiter nördlich biegen wir Richtung Rangihaeata ab und gelangen am Ende der Straße direkt zum Strand. Und Strand ist in diesem Fall wirklich nicht untertrieben. Es ist Ebbe und das Wasser hat sich schätzungsweise zwei-drei Kilometer zurück in Meer gezogen. Genug Platz also für uns beide und die vielen, vielen drei-vier Strandspatziergänger.

Heike kann es natürlich nicht lassen und ist direkt wieder auf Muschelsuche. Aber ihre Ausbeute heute beeindruckt selbst mich: die größten Shell-Muscheln sind handflächengroß und andere Exemplare sogar noch doppelt bis dreifach so groß. Zum Glück sind die letztgenannten nicht sehr schön und so wandern die nicht mit in die Schatzkiste.

Ein weiteres Phänomen dieses Strands sind die Baumstumpen, die an einem Strandabschnitt aus dem Boden raken. Abgestorbene Baumstämme und oder -wurzeln scheinen die Überreste einer alten Landzunge zu sein, dessen Boden mittlerweile komplett vom Meer abgetragen worden ist. Übergeblieben sind nur diese Holzgebilde, die wie Garnelen mit riesigen Stelzen aussehen.

Mittlerweile haben sich noch zwei weitere Camper zu uns gesellt, wobei wir sicher diejenigen sind, die am stilechtestem ihr Dinner genießen: mit Tisch und Stühle am Strand, vor einem malerischen, vom Sonnenuntergang gefärbten Himmel.
wenn der Wald dem Meer weichen muss...
der Strand bei Ebbe
bunte Farben im Quellsee
erster Blick zum Abel Tasman Park
Wein- und Obstplantagen der Region
schöne Farben...
und kristallklares Wasser
hier sieht man die Wasserbewegung der Quellen
unser Nachtlager - ein menschenleerer Strand
dieser Strand ist ein Eldorado für Muschelsammler