Das Frühstück haben wir heute etwas weiter südlich Richtung Matemata eingenommen. Der Highway 29 und 24 bringt uns zu dieser Stadt, die sicher erst durch den Film "Herr der Ringe" oder "Lord of the Rings" berühmt geworden ist. Vor den Pforten der Stadt wurden auf einem Privatbesitz die Szenen um "Hobbiton" im Auenland gedreht. Leider können wir hiervon keine Bilder präsentieren, da wohl das Privatgelände Grund dafür ist, weshalb nur Bustouren dorthin führen. Zum einen sträuben wir uns ein wenig, für den Besuch Geld auszugeben. Zum anderen wollen wir keine mehrstündige Tour unternehmen, in der auch eine Schaffarmbesichtigung enthalten ist. Schafe haben wir schon genug gesehen, Farmleben kennen wir auch und deshalb ist uns die Zeit doch etwas zu kostbar dafür.
Wir machen mit dem Auto noch eine Runde um die Stadt und halten Ausschau nach der Zufahrt zum Drehort. Trotz Karte haben wir keinen Erfolg und respektieren die Privatsphäre des Grundbesitzers. (Vielleicht ein Tipp für die ganz Eifrigen: der Bus fährt ab der Touristen-Info ab und kennt den Weg bestimmt ;-)
Mittlerweile ist es Mittag und es wird doch dringend Zeit fürs Frühstück. Der Parkplatz des "Firth Tower Memorial Museums" ist gerade schön leer und für uns ideal - "Sorry, we're closed."
"Hobbiton" schon fast vergessen kommen wir am "Karaganhake Gorge" an. Diese Schlucht haben wir bereits schon einmal auf den Rückweg von "Rotorua" mit dem Auto durchquert und fleißige Leser werden sich an den einen Kilometer langen Tunnel zurückerinnern.
Weil der Wanderweg durch die Schlucht das letzte Mal geschlossen gewesen ist, probieren wir es heute noch mal. Tipp für Besucher: Wanderung nicht vom Parkplatz der "Karangahake Falls" beginnen, sondern vom großen Parkplatz auf der nordwestlichen Seite der Schlucht (doppelstöckige Brücke über der Straße). Der Weg ist von der ersten bis zur letzten Minute einfach genial und man braucht nicht eine Stunde lang über einen Wirtschaftsweg stur geradeaus laufen.
Und jetzt kurz etwas zu "Karangahake" und der Schlucht. Diese Umgebung ist in Zeiten des Goldrauschs sehr aktiv gewesen und es sind z. T. noch Grundmauern und Überreste aus der Zeit zu sehen. Viele der alten Stollen liegen auf den Wanderrouten und es ist nicht nur erlaubt, diese zu betreten - es ist sogar zwingend notwendig, um die Route fortzuführen!! Ganz dringend empfohlen ist übrigens eine gute Taschenlampe, da einige Gänge wirklich stockduster sind und teilweise weder Ein- noch Ausgang zu sehen ist.
Und immer wieder überquert man den Fluss, der sich durch die Schlucht schlängelt. Bevor es durch den oben schon erwähnten 1 Kilometer langen Tunnel zurück zum Parkplatz geht, kann hier noch ein Abstecher zum Wasserfall gemacht werden. Den sparen wir uns heute allerdings und schaffen es noch rechtzeitig vor dem einsetzenden Regen ins Auto.
Nicht schlimm - ist doch ein Zwischenstopp in Auckland eingeplant: Klamotten waschen, duschen und - weil es schon spät ist - eine Runde in einem richtigen Bett schlafen. Und ein richtiges Bett ist es wirklich! Der Weihnachtsmann hat uns nämlich die beiden Einzelbett-Schiffsschaukeln gegen ein richtiges und nigel-nagel-neues Doppelbett getauscht :-)))
nicht die einzige Hängebrücke hier
Überreste des Goldrauschs
die Stollen liegen auf dem ca. anderthalb stündigen Wanderweg
eine Wanderung mit Abenteuer-Charakter