Das Labour-Wochenende ist angebrochen und hier haben es die Arbeitnehmer etwas geschickter angestellt, als bei uns: nicht an einem festen Datum wird gefeiert, sondern immer am vierten Montag im Oktober - da kommt dann auch kein Wochenende dazwischen!!
Solche Wochenenden sind scheinbar überall auf der Welt gleich. Erst ist alles total voll (Geschäfte und dann die Straßen stadtauswärts), dann ist die Stadt wie ausgestorben. Wir machen jedenfalls aus der Not eine Tugend und nutzen die Situation. Vielleicht sollte ich das ein wenig näher erläutern? Unser Ziel ist es zunächst gewesen, möglichst schnell an einen fahrbaren Untersatz zu kommen, um genau solche Wochenenden zu Touren auf der Nordinsel Neuseelands zu nutzen. Den Campervan, der uns letztendlich am meisten interessierte, haben wir diese Woche aber schließlich doch nicht gekauft. So kurzfristig aber noch umzusatteln und eine Tour vom Reiseveranstalter zu buchen, ist aber auch nicht mehr drin gewesen.
So befassen wir uns halt noch einmal mehr mit Auckland und beschränken uns dieses Wochenende auf öffentliche Verkehrsmittel & Co.
Das erste Ziel, was wir uns für heute vorgenommen haben, hat dann auch bestens geklappt: ausschlafen! (Die Wettervorhersage hat uns die Entscheidung sehr leicht gemacht!) Nach einem guten Frühstück haben wir anschließend den ganzen Nachmittag im Maritim-Museum verbracht (Eintritt für Studenten: 6$) und die Seefahrtgeschichte Neuseelands erkundet.
Zur Einstimmung wird uns hier ein Animationsfilm gezeigt, der den Aufbruch polynesischer Ureinwohner und dessen Besiedelung Neuseelands vermittelt. Vor einer (fast) 180 Grad Leinwand sitzen wir als Zuschauer nicht nur visuell mitten im Geschehen, sondern werden auch per Surround-Sound und mittels Änderung des Raumklimas mit einbezogen. Ein wirklich beeindruckendes Erlebnis. Kollegen von nobilia können sich das vielleicht ansatzmäßig vorstellen, wenn sie sich an den Film „mission nobilia“ auf der Hausmesse 2004 zurückerinnern.
In den Museumsräumen bekommen wir dann originale Exponate und maßstabsgetreue Modelle zu sehen. Angefangen bei den Floßen der Maori und deren hochseetaugliche Booten, über Segelschiffe der ersten, europäischen Besucher, bis hin zur heutigen, industriellen und sportlichen Schifffahrt ist alles zu bestaunen. Mit der Seenavigation endet um 17 Uhr unsere Expedition und wir verlassen das Museum für einen ausgedehnten Spatziergang am Hafen.
Mit dem Blick auf den Sonnenuntergang und der Hoffnung eines sonnigen Sonntags, kehren wir wieder zurück zur Unterkunft.
Floße der Ureinwohner Neuseelands
der illuminierte Skytower am Abend
die Wolkendecke bricht zum Sonnenuntergang auf