Die Wolken lichten sich ein wenig, dennoch macht die Wettervorhersage wenig gute Laune. Den Backpacker haben wir aber nur bis heute gebucht, also fahren wir weiter auf der Southern Scenic Route.
Vielleicht vorher noch ein Wort zu kälteren Temperaturen hier in Neuseeland und das tägliche Leben damit. Der Backpacker hier in Invercargill, dem Ort mit dem statistisch ungemütlichstem Wetter, ist dafür ein gutes Beispiel.
Bei höheren Temperaturen leicht übersehbar, bemerkt man bei Temperaturen wie heute, so um die zwölf Grad, schnell die Probleme der typisch leichten Bauweise. Die Häuser bestehen oft einfach nur aus Holzwänden mit Isolierungsschicht und werden binnen kürzester Zeit errichtet. Fällige Reparaturen werden dann gerne selbst ausgeführt und sind in entsprechender Qualität. Unter den Türen zieht es her und die Einfachverglasung hält die Wärme ebenfalls nicht innen. Beste Vorraussetzung für kalte Füße! Selbst der Kamin kann dieser Energiefalle nicht Herr werden und so finden wir an allen Ecken und Enden Elektroöfen und Heizstrahler. Wir können nur hoffen, dass unsere 23 Dollar pro Person und Übernachtung nicht komplett für's Heizen drauf geht.
Über's Heizen müssen wir uns jetzt aber keine Gedanken machen, gibt es bis auf die normale PKW-Heizung doch eh keine Wärmequelle im Spaceship.
Und mit dem sind wir jetzt wieder auf Achse. Heute fahren wir durch die Catlins (Region im Süden der Südinsel), über die wir bisher - außer natürlich aus der Wettervorhersage - nur gutes gehört haben. Und in der Tat lassen wir die Äcker hinter uns und biegen in die reizvollere Hügellandschaft ab.
Unser Reiseführer meint es heute besonders gut mit uns und zeigt uns im Stundentakt und häufiger ein neues Ziel auf. Wir schauen uns heute sage und schreibe vier Wasserfälle an, besuchen einen versteinerten Wald am Strand und besuchen Jack's Blowhole, dass das von den Pancake Rocks unserer Meinung bei weitem an Attraktivität übertrifft.
Ca. 200 Meter von der Küste entfernt hat die Brandung einen Krater geschaffen, der bis 55 Meter unter uns reicht und größer ist, als ein Fußballfeld. Und noch immer schießt mit jeder Welle das Wasser ins Blowhole und erstaunt uns Besucher mit seinem Getöse.
Nicht weit davon entfernt bleiben wir heute auch Übernacht, und hoffen, die tiefen Nachttemperaturen gut und warm zu überstehen.
Wald mal auf eine ganz andere Art
stürmische See bei den Wald-Fossilen
ein weiteres Beispiel neuseeländischen Humors: die Niagara Fälle
Bäume die auf Bäumen wachsen
gehört noch zum Wasserfall II, ist wesentlich kleiner, aber im Sonnenlicht einer der schönsten, die wir hier in NZ gesehen haben
Wasserfall II noch einmal im Weitwinkel
die Landschaft der Catlins
wenn die Ostküste Westküste spielt